FAQ - Häufige Fragen zu
Dunkelretreats im Taunus
Unter einem Dunkelretreat versteht man den zeitlich befristeten Aufenthalt in völliger Dunkelheit. Mit Hilfe eines Dunkelretreats wird der Fokus gezielt auf das eigene innere Erleben gerichtet. Dies ist eine natürliche Folge der Reizarmut und vor allem durch die Dunkelheit. Im Gegensatz zum Alltag gibt es keine Ablenkung von auftauchenden Gedanken, Ideen, Träumen, Albträumen, Gefühlen, u.a.. Durch diese stark erhöhte Präsenz fällt es leichter sich mit diesen Themen und deren Hintergründen zu beschäftigen.
Du beginnst zu sehen, wie sich Deine Spannungsfelder bilden – durch das, was der Verstand und etablierte innere Strukturen aus einer Situation machen – und wie ein anderer Umgang damit möglich wird. Darin wirst Du unterstützt.
Dauer: ab 3 Tage. Für eine vertiefende Erfahrung empfehle ich einen Aufenthalt von 7-10 Tagen. Termine nach Vereinbarung.
„Endlich habe ich eine störungsfreie Zeit in der ich mich nur um mein inneres Erleben und meine Entwicklung kümmern kann.“
FAQ - Häufige Fragen
Zum Wesen der Arbeit
Hier liegt der Fokus auf der Wahrnehmung dessen, was sich in Verbindung mit einem Thema zeigt – Gefühle, Anspannungen, Überzeugungen.
Zur Abgrenzung: Coaching, Therapie und esoterische Angebote sind meist damit verbunden, eine unbefriedigende Situation loswerden zu wollen. Dafür gibt es Methoden und Strategien, damit ein Ziel in der Zukunft erreicht wird. Kurz gesagt: Empfindungen aus der Vergangenheit werden als Belastung in der Gegenwart erlebt und sollen in der Zukunft verschwinden. So bewegt man sich immer in der Zeit.
Das Fühlen und Annehmen von Anspannungen und Gefühlen ist aber nur im jetzigen Moment möglich – ohne zu wissen, ob, wann und wie sich dadurch etwas verändert. Dieses Fühlen und in der Haltung der Akzeptanz Annehmen setzt an der Wurzel des Entstehens an. Insofern ist das Angebot nicht das, was man üblicherweise als Therapie versteht.
Du beginnst zu sehen, wie sich Deine Spannungsfelder bilden – durch das, was der Verstand und etablierte innere Strukturen aus einer Situation machen – und wie ein anderer Umgang damit möglich wird. Darin wirst Du unterstützt.
Vor dem Aufenthalt
Ab drei Tagen. Für vertiefende Erfahrungen empfehle ich mindestens sieben Tage. Die Termine vereinbaren wir individuell.
Leichte, bequeme Kleidung. Weil die körperliche Aktivität gering ist, fährt der Stoffwechsel etwas herunter – ein Paar dicke Socken oder Hausschuhe sind deshalb gut mitzubringen.
Ja, gerne. Bring mit, was Dir vertraut ist und Dir guttut.
Der Tag im Dunklen
Wahrnehmen, was sich zeigt – und wie Du damit umgehst, wird Dir gezeigt. Sonst gibt es nichts zu tun, nichts zu erledigen.
Für Deinen eigenen Rhythmus ist gesorgt: Du kannst liegen, sitzen, Dich bewegen oder ruhen, ganz wie es Dir entspricht. Bett und Relaxliege laden zum Ausruhen ein, mehrere Sitzgelegenheiten und eine Meditationsbank zum aufrechten Sitzen, Gymnastikmatten und eine Faszienrolle für sanfte Bewegung. Mitbringen musst Du nichts davon – es ist alles da, und Du wählst im Moment, was stimmig ist.
Ja, gern. Wenn Dir danach ist, kannst Du Dich dehnen, Yoga üben oder Dich sanft bewegen. Es muss aber nichts sein – auch das Ruhen ist erlaubt.
Bei der Ankunft zeige ich Dir alles im Hellen. Danach hast Du genug Zeit, Dich einzurichten und Dich in Ruhe zu bewegen, bis Dir die Räume vertraut sind. Wenn das Licht dann weicht, kennst Du Deinen Weg schon.
Auch das zeige ich Dir bei der Ankunft im Hellen. Das Geschirr hat seinen festen Platz auf dem Tisch – so weißt Du im Dunkeln, wo alles steht. Es findet sich leichter, als Du jetzt vielleicht denkst.
Vegane Gerichte. Individuelle Bedürfnisse und Unverträglichkeiten werden berücksichtigt – sag einfach Bescheid. Auf Wunsch kannst Du auch fasten; nötig für einen guten Aufenthalt ist das aber nicht.
Zur Auswahl stehen Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure, Tee und Ingwerwasser.
Das gelingt seit über zehn Jahren. Wenn Du unsicher bist, probier es einmal zu Hause ohne Licht – Du wirst merken, dass der Körper den Weg kennt.
Ausschalten. Manche spüren, dass die Verlockung zu groß sein könnte, und geben es lieber ab. Beides ist möglich – ganz, wie es Dir leichter fällt.
Ja. Achte in Deinem eigenen Interesse darauf, dass ein Display oder eine LED mit Klebeband abgedunkelt ist – damit die Dunkelheit wirklich vollständig bleibt.
Sicherheit und Orientierung
Ja, zu hundert Prozent – auch im Sommer bei blauem Himmel. Die Augen finden kein Licht mehr, an das sie sich gewöhnen könnten. Genau das macht die Erfahrung aus.
Zwei Belüftungsanlagen bringen Frischluft in die Räume; Du schaltest sie über je einen Schalter ein und aus. Während sie laufen, bleibt es weiterhin vollständig dunkel.
Das hängt vom Wetter ab, aber die Dachdämmung ist sehr gut, und zwei Ventilatoren bringen Frischluft von außen herein. Auf Wunsch steht auch ein Klimagerät zur Verfügung.
Ja, jederzeit. Die Räume sind nicht abgeschlossen. Du bist hier aus freien Stücken und gehst, wann immer Du möchtest.
Ja. Zwei Räume und ein Bad stehen Dir allein zur Verfügung – oder Euch, wenn Ihr als Paar kommt.
Ja. Es ist ein freistehendes Einfamilienhaus, drei Häuser vom Waldrand entfernt. Ruhe ist also auch von außen da.
Es gibt einen Hausnotruf. Drückst Du den Taster, löst das einen Anruf auf meinem Smartphone aus – ich bin erreichbar. Zusätzlich steht Dir eine Taschenlampe zur Verfügung. Auch wenn Du sie nicht benutzt, es entspannt, da Du weißt, dass sie Dir zur Verfügung steht.
Ja. Ein Notfall von zu Hause erreicht Dich über mich.
Begleitung und Begegnung
Arnold Wiegand – und bei der Arbeit mit Paaren und in einigen Formaten ist meine Partnerin Edith Schwarz mit dabei. Ein Leben mit beruflichen Wegen, Krisen, Ausbildungen, Leistungssport und allem, was zwei Menschen über sechzig Jahre erfahren – auch in der eigenen Paarbeziehung.
In über zwanzig Jahren mehr als zweihundert Tage in der Dunkelheit, der längste Aufenthalt 49 Tage am Stück. Seit 2016 die Begleitung von einzelnen Menschen und Paaren, auch aus eigener Dunkelretreat-Erfahrung als Paar. Heilpraktiker für Psychotherapie. Und über all die Jahre ein unermüdliches Erforschen des Bewusstseins – das, worum es in dieser Begleitung im Kern geht.
Lange habe ich mich über Leistung definiert. Vierzehn Jahre Leistungssport, dazu Ausdauer-Extreme – Mehrfach-Ironman, Eisschwimmen, Langstreckenschwimmen. Eine Zeit lang auch öffentlich, mit Vorträgen und Büchern über vegane Ernährung und Sport.
Von außen sah das nach Stärke aus. Von innen war es vor allem eines: ein Laufen. Ich suchte über die nächste Leistung, was sich über Leistung nicht finden lässt – das Gefühl, genug zu sein. Erst nach und nach habe ich durchschaut, dass kein erreichtes Ziel diesen Mangel stillt. Es sucht sich nur das nächste.
Tiefer und länger ging etwas anderes: das Erforschen des Bewusstseins, das mich schon vor dem Sport ergriffen hatte und nie wieder losließ. Über vierzig Jahre, über zweihundert Tage in der Dunkelheit. Das war keine weitere Leistung. Eher das Gegenteil – ein allmähliches Lassen. Aufhören zu rennen. Hinschauen, was bleibt, wenn niemand mehr etwas beweisen muss.
Diese Stationen erzähle ich nicht, um zu zeigen, was möglich war. Ich erzähle sie, weil ich das Hamsterrad von innen kenne – und weil das, was ich heute begleite, derselbe Weg heraus ist, den ich selbst gegangen bin.
Allgemeine Fragen
Für alle, die einschränkende Denk- und Verhaltensweisen anschauen und verändern möchten. Für Menschen, die im beruflichen Umgang mit anderen ihre Wahrnehmung schärfen wollen. Und für die, die über den Tellerrand schauen – auf der Suche nach sich selbst.
Nein, beides nicht. Du kommst, wie Du bist – alles Weitere zeigt sich im Moment.
Ja. Du bist willkommen mit allem, was Dich beschäftigt.
Ja. Es geht immer um Deine individuelle Wahrnehmung – um das, was sich bei Dir zeigt, nicht um ein vorgefertigtes Programm.
Nein, beides ist vorhanden. Auf Wunsch werden die Handtücher zwischendurch gewechselt.
Per E-Mail oder am Telefon.
Siehe Informationsblatt Dunkelretreat – hier klicken
Ein Teil bei der Anmeldung, der Rest bis zehn Tage vor dem Beginn.
Diese sind je nach Angebot unterschiedlich und werden vorab mit den Unterlagen zugesandt.
Ich mache keine Aufzeichnungen. Bei einem Solo-Retreat oder als Paar können gerne eigene Aufzeichnungen gemacht werden. In einer Gruppe ist das aus Datenschutzgründen nicht möglich.
Ruf einfach an oder schreib eine E-Mail. Manchmal tauchen im Vorfeld auch Ängste auf – die schauen wir uns gemeinsam an.
Kelkheim im Taunus ist gut mit der Bahn erreichbar – mit der Linie RB12 von Frankfurt am Main in 23 Minuten. Vom Bahnhof Kelkheim-Münster hole ich Dich ab und bringe Dich zur Abreise wieder dorthin.
Vor dem Haus ist in der Regel ein Parkplatz vorhanden.
Wenn es schwierig wird
Dafür sind die täglichen Gespräche da – morgens ein kurzes, am Nachmittag ein längeres von etwa einer Stunde. Was immer auftaucht, Du bist damit nicht allein.
Diese Frage wird oft gestellt. Auch wenn die Antwort im ersten Moment befremdlich klingt: Es ist gut, wenn sich die Angst zeigt. Dafür bist Du hier. Wie lange möchtest Du sie noch mit Dir herumtragen? Wie Du ihr begegnest, wird Dir gezeigt – und Du gehst diesen Schritt nicht allein.
Besondere Fälle
Ja – sofern sich die Einnahme im Dunkeln sicher handhaben lässt und bei mehreren Tabletten keine Verwechslung möglich ist. Im Vorgespräch schauen wir das gemeinsam an.
Schon einige Rauchende waren im Dunkeln und hatten kein Problem, nicht zu rauchen. Der Grund ist einfach: Rauchen ist oft eine Kompensation für Stress im Alltag. Fällt dieser Stress weg – wie hier in der Dunkelheit –, fällt meist auch das Bedürfnis weg.
Nein. Die Wechselwirkung mit den Erfahrungen in der Dunkelheit lässt sich nicht einschätzen, und ein solcher Konsum hätte das sofortige Ende des Aufenthalts zur Folge. Es braucht sie auch nicht: Die Wahrnehmungen, die innere Stille und die Gespräche bringen von sich aus genug in Bewegung.
Ja. Seit Jahren kommen immer wieder Paare, um ihr gemeinsames Erleben anzuschauen. Trotz der Kürze eines solchen Aufenthalts ist es eine sehr intensive Zeit, in der viel von dem sichtbar werden kann, was sonst im Verborgenen wirkt.
Die Website für Paare – hier klicken https://www.begegnung-in-liebe-und-freundschaft.de/
Der Aufenthalt kann intensive innere Prozesse auslösen. Der Umgang mit Gefühlen, Stimmungen und Körperempfindungen sollte in Achtsamkeit möglich sein. Wenn Du unsicher bist, ob das gerade für Dich stimmig ist, schauen wir das im Vorgespräch gemeinsam an.
Nicht geeignet ist der Aufenthalt für Menschen, die krankheitsbedingt auf Helligkeit angewiesen sind – etwa um den Blutzucker zu messen oder die Tropfenzahl eines Medikaments zu zählen.
Im Dunklen wie im Hellen
Das Dunkelretreat ist ein Weg in die Stille – ein tiefer, alter Weg. Es ist nicht der einzige.
Dieselbe Haltung, dieselbe Begleitung gibt es auch im Hellen: niederschwelliger, ohne die Schwelle der Dunkelheit, und genauso wirksam. Zwei Wege, derselbe Raum – Du wählst, wo Du eintrittst.
Die Website für Paare – hier klicken https://www.begegnung-in-liebe-und-freundschaft.de/
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Videos von Interviews mit Arnold E. Wiegand
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